Ich sitze – mal wieder – hier an meinem Schreibtisch und überlege, welchem Thema ich meinen anstehenden Blog-Artikel widmen kann. „Penetrationstest“, „Hacker werden“, „Maschinelle Übersetzung“? Nein!

Arbeits- und Privatleben im Einklang

Nein, ehrlich gesagt bewegen mich im beruflichen und privaten Umfeld derzeit ganz andere Dinge, die mir mit meinen 50 Jahren mehr und mehr zu denken geben. Innerhalb der letzten drei Quartale sind drei Leute, die ich kannte, gestorben. Einmal plötzlicher Herztod beim Joggen, zweimal Krebsdiagnose, dann das übliche Procedere mit OP und Chemo, dann das Ende. Dazu habe ich seit einigen Jahren zwei gute Bekannte, die das Burn-Out-Syndrom haben und hatten und bis heute nicht oder nur partiell arbeitsfähig sind. Alle Genannten sind bzw. waren gerade mal über 50 oder sogar erst 40 Jahre alt, hatten gute Jobs mit Perspektiven, intakte Freundeskreise, Familien und – so wie es von außen scheint – ein gutes und sorgenfreies Leben.

Was bedeutet “Work-Life-Balance”

Die sogenannte Work-Life-Balance ist bekanntermaßen schon seit Jahren in aller Munde. Wikipedia erklärt es tatsächlich mal kurz und treffend: „Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander im Einklang stehen.“ Im Einklang – das ist das Entscheidende! Nicht – so wie es bis Ende des vergangenen Jahrhunderts meistens postuliert wurde – in Konkurrenz zueinander.

Definition Work-Life-Balance

“Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander im Einklang stehen.”

„Life“ war lange Nebensache

Anfang der 1990er Jahre, als ich meine Ausbildung zum Industriekaufmann machte, kannte man – wollte man im Job vorankommen und erfolgreich sein – nur den Part „Work“. Das „Life“ fand vielleicht mal am Wochenende im Rahmen einer Joggingrunde, dem Fußball hören (!) auf WDR 2 am Samstagnachmittag oder einem Zoobesuch mit den Kindern am Sonntag statt. Aber ansonsten? 50-Stunden-Woche war bei den aufstrebenden oder bereits angekommenen Führungskräften eher Usus als Ausnahme. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, ergonomischer Arbeitsplatz? Fremdwörter – man saß bis abends im mit Neonröhren beleuchteten Büro, wälzte Akten und war froh, wenn man es bis zum „heute journal“ gerade so aufs heimische Sofa geschafft hatte. Auch fuhr man des öfteren an den Wochenenden „für zwei, drei Stündchen ins Büro, um eine paar Dinge abzuarbeiten“. Das Leben neben dem Job war tatsächlich Nebensache. Gesundheit, Familie, Freunde… Leben? Passte schon irgendwie.

Kein Unternehmen möchte überlastete Mitarbeiter

Glücklicherweise hat sich heutzutage die Ansicht durchgesetzt, dass nur jemand, der eine ausgeglichene Work-Life-Balance hat, auch auf Dauer leistungsfähig für sein Unternehmen ist. Das bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter*innen, die in der heutigen Zeit im Job etwas erreichen und weiterkommen wollen, jeden Nachmittag um 16 Uhr zu Hause auf dem Sofa oder im Freibad liegen – aber man gönnt sich heutzutage regelmäßig seine „Auszeiten“ und nutzt die Vorzüge der modernen Arbeitswelt. Mobiles Arbeiten, mittags für zwei Stündchen ins Fitness-Studio oder auch mal morgens vor der Arbeit im Freundeskreis ausgiebig frühstücken und über die Sportereignisse der vergangenen Woche diskutieren – flexible Arbeitszeitmodelle machen‘s möglich. Dann kann es durchaus sein, dass man trotzdem auf eine 50-Stunden-Woche kommt – jedoch besser und sinnvoller verteilt.

50-Stunden-Wochen?

Mittlerweile bieten viele Unternehmen – so wie auch TÜV Rheinland – Ihren Mitarbeiter*innen eine Fülle von Möglichkeiten, Ihre persönliche, optimale Work-Life-Balance herzustellen – natürlich auch zum eigenen Vorteil; denn gesunde und motivierte Mitarbeitende bringen dem Unternehmen wesentlich mehr als die, die aufgrund von Überlastung und regelmäßiger 50-Stunden-Woche auf dem Zahnfleisch gehen und irgendwann in ein Burn-Out abrutschen oder im schlechtesten Fall beim Sport tot zusammenbrechen.

work-life

Gut fühlen – im Arbeitsleben wie im Privatleben

Ich weiß, das ist jetzt sicherlich ein wenig „schwarz-weiß“ gemalt, aber die oben genannten Beispiele aus meinem Bekanntenkreis kann und will ich derzeit nicht so einfach ausblenden. Ich persönlich will noch Einiges in meinem Job erreichen, aber ich will auch, dass meine Akkus immer voll sind bzw. regelmäßig nachgefüllt werden – und dass ich mich bei der Arbeit (work) sowie in der Freizeit (life) gut und gesund fühle. Für beide Vorhaben bietet mir TÜV Rheinland die geeigneten Rahmenbedingungen. Mein persönliches Work-Life-Balance-Portfolio muss ich mir dann selber zusammenstellen. Da ich mich beruflich mit dem Erstellen von IT-Projekt-Portfolios befasse, sollte das keine allzu große Hürde sein …

Um nochmal zum Beginn meines Artikel zurückzukommen: Wenn man Eines lernt durch die oben beschriebenen „Einschläge, die näher kommen“, dann sind es Bescheidenheit und Dankbarkeit. Und vor allem, sich um seinen Körper und Geist richtig zu kümmern. Das hilft nicht nur mir, sondern auch meinem Unternehmen. Ich wünsche allen, die das hier lesen, dass sie ihre eigene Work-Life-Balance zum Wohle Ihrer Gesundheit, aber auch zum Wohle Ihres beruflichen Erfolges finden.

Mehr Wissen?

Und wenn nun doch jemand etwas über „Penetrationstests“ wissen möchte, dann kann er oder sie mich oder meine Kollegen gerne anrufen …

Autor des Beitrags

Christoph Bois

Christoph Bois

IT Demand Manager

Christoph Bois ist als IT Demand Manager für die Business Streams „Industrial Services” und „Digital Transformation & Cybersecurity” verantwortlich. Er ist seit 2011 zertifizierter Projektmanager und beschäftigt sich – in unterschiedlichen Branchen – seit 20 Jahren intensiv mit den Themen Projekt-, Portfolio- und Demand-Management. Da er in seinem Berufsleben bereits für „beide Seiten“ gearbeitet hat, sieht er sich in seinem Job in erster Linie als „Dolmetscher“ zwischen dem operativen Business und der IT.Der gelernte Wirtschaftswissenschaftler, der ein besonderes Faible für Kanada hat, ist seiner Heimatstadt, dem rheinischen Lohmar, bis auf die Jahre des Studiums an der Universität Wuppertal bis heute treu geblieben. Seine Herzensangelegenheit ist der Tierschutz, wo er seit fünfzehn Jahren ehrenamtlich tätig ist.

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