Fällt es Ihnen in dieser nun schon über 14 Monaten dauernden Corona-Pandemie auch so schwer, sich auf andere Themen einzulassen?

Endlich wieder das Blickfeld erweitern

Ich zumindest merke, dass mein Hirn mittlerweile recht eindimensional arbeitet. Alle Informationen rund um Corona wie Inzidenzen, Mutationen, Impfstrategien etc. nimmt es wahr. Und bei der täglichen Arbeitsorganisation in Verbindung mit Homeschooling bin ich immer am Ball. Andere Themen hingegen blende ich aus oder nehme sie nur noch nebulös wahr.

Auch oder gerade weil der Alltag sich in den letzten Monaten anfühlte wie ein lang anhaltender Murmeltiertag, habe ich derzeit das große Bedürfnis, meiner Corona-Lethargie zu entkommen und mein Blickfeld wieder zu erweitern und zu bereichern. Schließlich dreht die Welt sich weiter und andere Themen benötigen ebenfalls unsere Aufmerksamkeit.

So arbeitet mein Sohn aktuell an einem Projekt zum Thema „Erhalt von Ökosystemen“. Anlass ist der „Tag der Umwelt“, ein Aktionstag, der seit 1974 weltweit am 5. Juni stattfindet. Das Ziel: Aktionen und Maßnahmen sollen uns bewusst machen, dass wir Menschen mit unseren Handlungen die Vielfalt und Stabilität unserer Umwelt maßgeblich bedrohen. Gleichzeitig werden entsprechende Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, mit denen wir gegensteuern können.

 

„Tag der Umwelt“

Seit 1974 findet weltweit am 5. Juni der “Tag der Umwelt” statt.

 

Muss erst das ganze Leben stillstehen?

Umweltschäden und Klimawandel – die Bewältigung dieser Herausforderungen, die auf unsere Kinder zukommt, wird ein noch viel längerer Marathon werden, als wir dies derzeit mit der Bekämpfung der Pandemie erleben. Die schädlichen Veränderungen bauen sich über Jahrzehnte auf. Sie brechen nicht unerwartet und disruptiv über uns herein, wie das bei der Corona-Pandemie der Fall war. Bisher haben sie auch noch nicht dazu geführt, dass quasi die ganze Welt aus dem Tritt gerät und unser Leben, wie wir es kennen, stillsteht.

Indem wir die Umwelt- und Klimaprobleme jedoch weiterhin nur halbherzig oder gar ignorant angehen, laden wir nachfolgenden Generationen eine große Last auf. In der Corona-Pandemie mussten die Jüngeren bei vielem zurückstecken und werden noch über viele Jahre die Rechnung dafür zahlen. Bei Umweltschäden und Klimawandel ist es nicht anders – sie werden die Konsequenzen tragen. Immerhin tut sich Einiges zugunsten der Jungen. Erst kürzlich gab es in Deutschland in diesem Zusammenhang ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshof: Die Bundesregierung muss das aktuelle Klimaschutzgesetz nachbessern, um die Freiheitsrechte jüngerer Generationen zu erhalten.

Was hindert uns also daran, die richtigen Schritte zu tun und uns für ein übergeordnetes Ziel einzuschränken? Beweisen wir nicht gerade, seit fast 1,5 Jahren, dass wir dies auch global können, wenn wir dazu entschlossen sind? Lehrt uns Corona nicht, dass stringente, disziplinierte Maßnahmen zu einer Besserung führen können? Jede*r kann für sich entscheiden, was eine intakte Umwelt wert ist. Und in welchem Rahmen wir unser Leben ändern können, um so zum Schutz der Umwelt, zur Verbesserung des Klimas und vielleicht auch zur Vermeidung weiterer Pandemien beizutragen.

“This is our moment. We cannot turn back time. But we can grow trees, green our cities, rewild our gardens, change our diets and clean up rivers and coasts. We are the generation that can make peace with nature. Let’s get active, not anxious. Let’s be bold, not timid.”

(Zitat aus www.worldenvironmentday.global)

Tag der Umwelt – Anlass zum Nachdenken auch für Unternehmen

Eine besondere Verantwortung haben global agierende Konzerne. Packen sie es richtig an, so ist die Tragweite ihres Handels groß. Zusätzlich ist es kein Geheimnis, dass Verbraucher*innen nachhaltig handelnde Unternehmen schätzen und dieses Handeln auch immer stärker einfordern. Prüfdienstleister wie TÜV Rheinland können ein kompetenter Partner sein, um Unternehmen auf ihrem Weg in die ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu beraten und zu unterstützen. 

Im Rahmen des „Tags der Umwelt“ werden durch Umweltorganisationen zahlreiche Handlungsoptionen aufgezeigt, an denen sich jede*r beteiligen kann. Mein Sohn und ich erarbeiten gerade unseren eigenen Familienaktionsplan, mein Denken überwindet seine Eindimensionalität – und Corona darf jetzt auch mal für andere Themen zurückstecken.

Sind sie dabei?

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Autorin des Beitrags

Kerstin Ferber

Kerstin Ferber

Unternehmenskommunikation

Kerstin Ferber arbeitet bei TÜV Rheinland im Team der Unternehmenskommunikation. Das Thema Kommunikation treibt sie schon seit ihrem Studium um, und so hat sie im Laufe der Jahre viele Erfahrungen in verschiedenen Kommunikationsbereichen gesammelt. Ihr derzeitiger Arbeits- und Interessensbereich ist die interne Kommunikation. Bevor sie zu TÜV Rheinland kam, hat sie lange in nahen und fernen Ländern gelebt und gearbeitet. Mittlerweile lebt sie glücklich und zufrieden mit ihrer Familie im Rheinland und wundert sich manchmal, wie nah das Gute eigentlich liegen kann; es sei denn sie steht mal wieder im Stau.

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