Haben wir eigentlich schon über Großraum gesprochen? Über das moderne Arbeiten mit Think Tanks und Besprechungsinseln? Über Headsets und Ad-hoc-Besprechungen drei Schreibtische weiter? Auch wenn wir nicht Apple oder Microsoft sind (wollen wir im Übrigen auch gar nicht sein), hat TÜV Rheinland im Headquarter in Köln mittlerweile moderne Großraumbüros. Mit (wenn gewünscht) schallschluckenden bunten Trennwänden, „leisem“ Teppich und lauten Kollegen. Ich bin vermutlich eine von ihnen.

TÜV Rheinland Hochhaus in Köln kernsaniert

Während unser Hochhaus in Köln jetzt zwei Jahre kernsaniert wurde, kamen rund 600 Kolleginnen und Kollegen in den Genuss, in ein neues Gebäude, unser Seehaus (ja, da ist auch ein See am Haus) zu ziehen. Nicht alle empfinden die Umstellung von Einzel- oder Zweierbüros in mitunter 15er-Büros als Fortschritt. Ich schon. Während ich vorher mit drei weiteren Kollegen in einem Vierer-Büro saß, das aber nicht als Großraum konzipiert wurde, sitze ich jetzt mit neun Kollegen in einem „von Geburt an“ großräumigen Büro. Natürlich sind die äußeren Plätze begehrt – klar, die Wand im Rücken ist angenehmer als die Blicke der Kollegen.

Mal eben gemeinsam speed-kreativ

Aber ich fühle mich sehr wohl. Es ist zutiefst sinnvoll, dass Presse-, Social Media- und Internet-Team gemeinsam in einem Büro arbeiten – wir kommunizieren auch außerhalb von Lync und Facebook. Obendrein gibt es viele Möglichkeiten, sich „mal eben“ kurz auszutauschen oder gemeinsam speed-kreativ zu werden.

Ihr merkt, das Ganze kann auch anstrengend sein. Fenster auf, Fenster zu, das alte Spiel. Das kennt jeder, der nicht allein arbeitet. Aber ich mag das. Ich mag den Austausch, die Auf-halbem-Ohr-mitkriegen-was-die-anderen-so-machen-Momente, die Gut-dass-ich-das-mitbekomme-Mitteilungen und das Philosophieren mit dem Nerd-Kollegen. Der sitzt am anderen Ende der Großraumflucht, ruft aber gern zurück, wenn ich ihm von Gene Roddenberrys Geburtstag berichte. Wenn wir jetzt noch Happy Birthday singen würden, könnte ich Beschwerden der Kollegen nachvollziehen.

Rückzugsmöglichkeiten erwünscht

Aber wir kommen gut miteinander aus. Natürlich sind die laute Telefonkonferenz, in der drei Kollegen aus dem Büro gleichzeitig hängen, die langen Ausführungen meines Presse-Kollegen gegenüber einem Journalisten über die Geschichte von TÜV Rheinland oder der Musikgeschmack von anderen manchmal störend. Lösungen hierfür finden sich in unserem Arbeitsumfeld genug: Kopfhörer, konzentriert von zu Hause arbeiten, ein ruhiger Tisch morgens in der Cafeteria. Für Konzepte und Stark-Konzentration finden wir Raum. Für mich funktioniert das wunderbar. Ich kümmere mich um Social Media. Social – also kommunikativ. Passt.

Aber Natürlich: Es passt nie für alle. Das sollte jedes Unternehmen berücksichtigen und Möglichkeiten für Rückzug anbieten. Das eine oder andere Klein-Büro, den Laptop unter den Arm klemmen und rausgehen, flexible Arbeitszeiten (früher ist weniger los als später), und so weiter und so fort.

Großraumbüro - Ich freue mich!

Pünktlich zum April ziehen viele Kollegen aus dem Seehaus zurück in unseren geliebten TÜV-Tower. Der bietet dann wieder eine grandiose Aussicht auf die Dom-Skyline, eine Innovationsetage und … Großraumbüros. Ich freue mich.

Autorin des Beitrags

Anna Linn Zafiris

Anna Linn Zafiris

Head of Social Media

Wenn sie nicht Bilder von veganem Essen oder Streetart bei Instagram postet, ist sie meist auf einem ihrer Fahrräder, auf Flohmärkten, beim Spazieren durch Köln oder im Yoga-Studio zu finden. Wenn man sie auch dort nicht antrifft, dann ist sie auf Reisen und erkundet Tempel oder Vulkane in fernen Ländern.

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