Jeden Morgen dasselbe Ritual. Bevor ich ins Auto steige und zur Arbeit fahre, wird erstmal auf Google Maps die Verkehrslage gecheckt. Ohne Verkehr wäre der Weg in ca. 15 Minuten zu schaffen. Aber wer das regelmäßige Kölner Verkehrschaos kennt, weiß: Autofahren macht hier keinen Spaß – und kostet Zeit. Unfälle, Sperrungen, Baustellen und viele andere Gründe führen zu Staus. Und Staus führen zu Stress. Und den habe ich so schon genug.

Alternative Jobrad

Gerade in den warmen Jahreszeiten bietet sich das Fahrrad als sehr gute Alternative an. Bei einer Strecke von ca. 15 km durchaus machbar. Und ganz nebenbei tue ich dabei auch noch was Gutes für die Umwelt und meine Fitness.

Nur leider ist mein letztes Fahrrad kaputtgegangen. Einfach so in der Mitte durchgebrochen. Vielleicht hätte ich besser mehr als 200 Euro investieren sollen, aber nachher ist man immer schlauer. Es muss also ein neues Fahrrad her. Und hier kommt mein Arbeitgeber ins Spiel. Denn seit Anfang des Jahres bietet TÜV Rheinland in Kooperation mit dem Unternehmen Jobrad ein Dienstrad-Leasing an. Sozusagen das etwas umweltfreundlichere Pendant zum Dienstwagen.

Bei der Auswahl des passenden Fahrrads sind kaum Grenzen gesetzt. Ganz egal ob Rennrad, Mountainbike, Lastenrad oder Urban Lifestyle Bike – fast alle Modelle sind möglich, egal ob mit oder ohne Elektroantrieb. Das Leasing erfolgt über das Unternehmen, und das Rad wird den Mitarbeitenden zur beruflichen und privaten Nutzung überlassen.

Beschäftigte sparen bis zu 40 Prozent

Die Bezahlung erfolgt in monatlichen Raten über einen Zeitraum von 36 Monaten und wird vom Bruttogehalt der Beschäftigten einbehalten. Wer möchte, kann das Fahrrad dann nach Ende der Laufzeit erwerben. Dieses Modell bringt zahlreiche Vorteile. Neben der erlaubten privaten Nutzung ist durch Gehaltsumwandlung und steuerliche Vorteile eine Kostenersparnis von bis zu 40 Prozent möglich. Wie viel genau, verrät der Jobrad Rechner.

%

Kostenersparnis möglich

Kinderleichte Anmeldung

Die Entscheidung für mein neues Rad habe ich recht schnell gefällt. Nach intensiver Online-Recherche habe ich beim Händler eine Probefahrt vereinbart – und schon war die Entscheidung für ein sportliches Trekking-E-Bike gefallen. Nie im Leben hätte ich diese Summe je für ein Fahrrad ausgegeben. Aber durch die attraktiven Konditionen kam ein Angebot zustande, das ich einfach nicht ablehnen konnte.

Die nächsten Schritte waren dann kinderleicht. Nach der Anmeldung im Online-Portal und dem Upload des Angebots vom Händler ging der Antrag in unsere Personalbetreuung, die die Unterlagen nach einer Prüfung an den Dienstleister weitergeleitet hat. Schon nach wenigen Tagen hatte ich die Bestätigung und konnte mir das Rad beim Händler abholen. Glück für mich, dass ich das noch am Tag vor dem sogenannten Corona-Lockdown in Deutschland erledigen konnte. Dank Homeoffice konnte ich es erstmal nicht für den Weg ins Büro nutzen. Aber so habe ich in meiner freien Zeit eben intensiv das Kölner Umland erkundet.

Mit dem Rad durch Köln

Liebe auf den zweiten Blick

Köln und Fahrradfahren – das war jedoch nicht gerade Liebe auf den ersten Blick. Wie in vielen deutschen Großstädten hatte bei der Stadtplanung und der Gestaltung der Verkehrswege oftmals das Auto Vorfahrt. Der Ausbau von Radwegen muss an vielen Stellen noch stark verbessert werden. Und weitere Maßnahmen zum Schutz von Fahrradfahren sind dringend erforderlich.

Auf meinem Weg zur Arbeit – in den letzten Wochen endlich wieder öfter – meide ich daher vielbefahrene Straßen ohne ausgewiesene Radwege und nehme lieber einen Umweg in Kauf. Dadurch gehe ich nicht nur dem Verkehr aus dem Weg, sondern entdecke viele Seiten Kölns, die ich auch nach 20 Jahren in dieser Stadt noch nicht kannte. Die Radwege durch Parks und Wälder sind nicht nur sicherer, sondern einfach auch viel schöner.

Das Jobrad – ein Benefit für Bewerber*innen

Für TÜV Rheinland und seine Mitarbeiter*innen hat sich das Jobrad übrigens schon nach kurzer Zeit zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. In den ersten sechs Monaten nach dem Start haben unsere Kolleginnen und Kollegen bereits über 750 Fahrräder geleast.

Und auch bei meiner täglichen Arbeit im Bereich Personalmarketing hat das Jobrad einen positiven Effekt. Das Leasingangebot können wir sehr gut in unsere Liste der Benefits für Bewerber*innen mit aufnehmen. Ein kleiner und feiner Puzzlestein, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Eine Sache ist in den letzten Jahren bereits klargeworden:

Alternative Mobilitätskonzepte werden immer wichtiger. Und nicht nur aus diesem Grund nimmt das Fahrrad gerade im urbanen Umfeld eine wichtige Rolle ein. Da kommt das Jobrad gerade zur rechten Zeit.

Autor des Beitrags

Andy Fuchs

Andy Fuchs

Teamleiter Personalmarketing

Andy Fuchs ist Teamleiter im Bereich Personalmarketing und verantwortlich für das Arbeitgeberimage von TÜV Rheinland. Da die Kommunikation mit Bewerbern immer häufiger auf unterschiedlichen Social Media Kanälen stattfindet, macht das Posten, Sharen, Zwitschern und Bloggen auch einen Großteil seiner täglichen Arbeit aus.
Als gebürtiger Ostwestfale ist er vor 15 Jahren nach Köln gezogen, wo die Lebensfreude der Rheinländer im Allgemeinen und der Kölner im Speziellen anfangs wie ein kleiner Kulturschock gewirkt haben. Mittlerweile ist ein Leben ohne Dom, Rhein und Karneval für ihn aber kaum noch vorstellbar. Neben der noch jungen Familie interessiert er sich vor allem für Film und Fußball. Die Wahl seines Lieblingsvereins Arminia Bielefeld stellt seine Leidensfähigkeit dabei oft auf eine harte Probe. Wenn die Reisetasche gepackt wird, dann am liebsten für einen Trip nach Spanien. Die schönen Ecken von Mallorca, der Costa Brava und Barcelona sind so etwas wie eine zweite Heimat geworden.

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