Sicheres und effizientes Arbeiten im Homeoffice – das Thema ist aktueller denn je. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt dabei der Internetprotokoll-Standard IPv6. Für IT-Verantwortliche kann eine qualifizierte Schulung sinnvoll sein, wie sie zum Beispiel die Cybersecurity-Experten von TÜV Rheinland anbieten.

Der neue Standard kommt schneller, als Sie denken

„IPv6? Ja ja, davon reden wir schon seit 20 Jahren. Wir kümmern uns darum, wenn es wirklich soweit ist.”

Sätze wie diese haben Sie als IT-Administrator*in bestimmt schon mal gehört oder selbst gesagt. In der Tat ist IPv6 – das Internetprotokoll in der Version 6 und Nachfolger des aktuell eingesetzten IPv4 – seit vielen Jahren einsatzbereit und kommt doch scheinbar nicht so recht ans Laufen. Aber ist das wirklich so? Was ist, wenn Sie auf einmal schneller als gedacht damit konfrontiert werden?

IPv6 – relevant für das Arbeiten im Homeoffice

So geschehen bei einigen Unternehmen zu Beginn des Lockdowns. Warum? Viele Beschäftigte mussten plötzlich aus dem Homeoffice heraus arbeiten, was dank VPN-Verbindungen, also virtueller, in sich geschlossener Kommunikationsnetze, sicherlich in den meisten Fällen auch problemlos möglich ist. Ungünstig ist aber, dass viele Internetprovider für Privatkunden nur noch sogenanntes natives IPv6 bei gleichzeitig getunneltem IPv4 anbieten. Betreibt die Firma ihren VPN-Zugangspunkt allerdings nur über IPv4, gibt es immer wieder Verbindungsprobleme und -abbrüche. Ein Tunnel im Tunnel funktioniert technisch an manchen Stellen nicht reibungslos. Einzige Lösung: Das zentrale VPN-Gateway muss ebenfalls über IPv6 erreichbar sein. Und zwar unter Umständen sehr zeitnah, wenn beispielsweise auch ein Unternehmensvorstand davon betroffen ist. Und schwupps – sind Sie mittendrin und müssen mit dem neuen Standard umgehen können.

IPv6 einführen – gezieltes Training für IT-Verantwortliche

Damit Sie nicht unvorbereitet in solche Situationen geraten, sollten Sie rechtzeitig Know-how aufbauen. Die Absicherung von IPv6-Netzwerken erfordert eine fundierte Planung sowie eine angemessene Ausbildung und Einarbeitung der zuständigen IT- und Service-Mitarbeiter*innen. Die IT-Expert*innen von TÜV Rheinland etwa bieten ein gezieltes Training zur Einführung von IPv6 und den dazugehörigen Cybersecurity-Maßnahmen an. In einem 2-tägigen Training werden Sie in alle wichtigen Bereiche des IPv6-Standards eingeführt und können sich mit der Verwendung vertraut machen. Sie lernen den Umgang mit dem neuen Internetprotokoll kennen, bevor Sie es produktiv einsetzen, und identifizieren frühzeitig Abhängigkeiten zwischen der IPv6-Einführung und bestehenden IT-Systemlandschaften.

Die wichtigsten Themen im Blick

Die Schulung richtet sich an Netzwerk- und Security-Consultants, IT-Administrator*innen sowie Anwendungsentwickler*innen, die einen tiefen Einblick in moderne Netzwerktechnologien erhalten möchten. Dabei umfasst das Training folgende Themengebiete:

  1. Generelle Einführung von IPv6: Grundlagen des Protokolls und Unterschiede zum veralteten IPv4
  2. IPv6 Adressplan: In einem gemeinsamen Workshop erarbeiten die Teilnehmenden einen ersten Entwurf ihres IPv6-Adressplans, der zu einem späteren Zeitpunkt verfeinert werden kann.
  3. IPv6 Security: Begleitet wird die Schulung von diversen Produktbeispielen renommierter Hersteller von Sicherheitslösungen, bspw. Palo Alto Networks, Fortinet, Cisco und F5, sowie Beispielen aus Sicht der Enduser/Administrator*innen mit Windows (User) oder Linux (Server).

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Autor des Beitrags

Johannes Weber

Johannes Weber

Senior Security Engineer

Johannes Weber arbeitet als Senior Security Engineer bei der TÜV Rheinland i-sec GmbH. Er hat einen Masterabschluss im Bereich IT-Sicherheit (Thesis: IPv6 Security) und beschäftigt sich mit den Themengebieten IPv6, DNSSEC, VPNs, sowie generellen Netzwerkthemen. Bei Kunden ist er in den Bereichen Next-Generation Firewalls und Mail-/DNS-Appliances unterwegs.

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