Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit steht der Jahresabschluss an. Ein persönliches Resümee – die Frage, ob das Jahr schön, erfolgreich und hoffentlich auch sinnvoll war. Wie sieht es aus auf dem eigenen Karma-Konto? Hoffentlich haben wir alle genug Gutes getan, um mit auf der Haben-Seite mit einem dicken Plus abzuschließen …

Seid aktiver passiv!

Aber was genau heißt denn eigentlich „Gutes Tun“? Natürlich fallen einem da direkt verschiedene Arten von Spenden ein, Nachbarschaftshilfe oder einfach nur Müll trennen. „Tun“ sagt ja eigentlich etwas über ein aktives Handeln aus. Das nehmen wir jedoch auch gern mal zum Anlass, um uns zu entschuldigen und zu sagen, dass wir keine Zeit haben oder auch kein Geld. Aber können oder sollten wir diesen inneren Schweinehund ganz einfach akzeptieren? Die Antwort kann natürlich nur lauten: Nein!

Wie kommt man nun heraus aus dem Dilemma, wenn man seinem Schweinehund Raum geben und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte? Die Antwort ist ganz einfach, sie lautet, „indem man etwas sein lässt“. Aber bedeutet das nicht auch wieder, passiv zu sein? Nein, denn indem wir bewusst etwas sein lassen, werden wir schon wieder aktiv.

Gesagt, getan. Diese Antwort hat mich schier beflügelt, und ich habe eine Liste mit Dingen und Tätigkeiten erstellt, die ich aktiv sein lassen bzw. auf die ich verzichten kann, um etwas Gutes zu tun. Es fängt gleich zu Hause damit an, dass ich vermeide, Waren einzukaufen, die in Plastik verpackt sind, und so plane, dass ich weniger wegschmeißen muss. Jetzt in der Vorweihnachtszeit kann man auf Billigteelichter verzichten und stattdessen elektrische oder kompostierbare aus Rapswachs nehmen, mal ganz abgesehen von dem vielen Flitterkram, der letztlich in Fischmägen landet, oder von dem vielen Geschenkpapier. Für all das gibt es gute und oft nicht teure Alternativen.

Aber die Liste geht weiter und wendet sich an die vielen Fußballfans, die immer noch meinen, dass es Heinzelmännchen gibt, die die Bierflaschen oder Kippen entsorgen. Selbst bei Fridays for Future-Demonstrationen bleiben immer wieder Müllberge zurück. Wenn jeder seinen Müll direkt entsorgt oder ihn sogar vermeidet, würde das die Welt für jeden von uns etwas besser machen.
Und das beste ist, dass jeder einfach selbst entscheiden kann, was er in Zukunft weglässt. Das ist kein Aufwand – und bringt trotzdem viel.

Das Motto:

Und so scheint das Motto für die Weihnachtszeit 2019 zu sein: Seid aktiver passiv und produziert weniger, um mehr zu haben. In diesem Sinne, frohe Weihnachten 2019!

Autorin des Beitrags

Astrid Dorsch

Astrid Dorsch

Head of Corporate Sponsoring

Astrid Dorsch ist Head of Corporate Sponsoring innerhalb des Newsrooms bei TÜV Rheinland. Neben dieser Hauptaufgabe organisiert sie Events wie die Nacht der Technik oder das Mitarbeiter-Sommerfest. In Hamburg geboren und in Köln aufgewachsen, hat sie das Reisen zum Mittelpunkt ihres beruflichen und privaten Lebens gemacht hat. Dabei versucht sie möglichst Kultur, Sport und Genuss mit einzubauen. Politisch, beruflich oder privat glaubt sie fest an die Gemeinschaft und vernetzt sich selbst und andere mit Leidenschaft. Man trifft sie überall dort an, wo neue Themen oder offene und interessante Menschen zu finden sind.

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