Videokonferenzen statt Meetings im Büro: Das gilt seit einigen Tagen in ganz Europa. Natürlich auch im Newsroom von TÜV Rheinland. Gut, dass wir das ohnehin schon lange praktizieren: In jedem unserer morgendlichen Meetings sind ein paar Kolleginnen und Kollegen aus der Ferne zugeschaltet – Berlin, Nürnberg, Hannover sowieso, je nach Tag auch Bochum, Bonn oder Erkelenz. Und manchmal sogar Kölner Vororte, deren Namen vor allem aus den Verkehrsnachrichten bekannt sind. Daher war für unser Team die Umstellung auch gar nicht so groß; die digitalen Möglichkeiten funktionieren und sind auch für technische Laien einfach zu bedienen. Sehr positiv macht sich bemerkbar, dass wir von Audio auf Video umgestellt haben. So kenne ich jetzt schon per Kameraschwenk die Umgebung von dem einen Kollegen oder der anderen Kollegin – und es entsteht Verbundenheit durch die Datenleitung.

Virtueller Musikunterricht: „Der Ton klingt anders als in echt“

Was beruflich gilt, spielt seit Beginn der „Corona-Ferien“ auch privat eine größere Rolle: Skype-Anrufe gehen jetzt nicht nur zu Großeltern oder Verwandten in Übersee, sondern auch zu den Musiklehrerinnen der Kinder. Das Feedback unserer Tochter (9) nach dem ersten virtuellen Klavierunterricht: „Na ja, der Ton klingt aber ganz anders als in echt.“ Ok, die Tonqualität ist nicht gerade berauschend. Aber immerhin konnte der Unterricht einigermaßen stattfinden. Vom „besser als nichts“ muss ich unsere Tochter wohl noch überzeugen. Mit zunehmender Langeweile steigt in den kommenden Tagen hoffentlich die Lust auf die nächste Stunde. Und wir werden dann mit dem Sohn noch herausfinden, ob Klavier oder Klarinette aus der Bluetooth-Box besser klingen.

Neue Ein- und Ausblicke dank Videotelefonie

Ich bin jetzt einfach gespannt, welche Zukunftsvisionen unsere Kinder irgendwann einmal spannend finden, nachdem Live-Bewegtbild selbst auf dem Smartphone achselzuckend hingenommen wird. Für mich, der noch mit Wählscheibe und Commodore 64 aufgewachsen ist, hat die Videotelefonie jedenfalls noch nicht alle Faszination verloren. Ich freue mich schon auf weitere Blicke aus Fenstern im Westerwald und Mittelfranken, auf Dachterrassen am Prenzlauer Berg und in Hobbykeller am Niederrhein. Und auch darauf, das ganze Team bald wieder persönlich und gesund zu treffen.

Autor des Beitrags

Alexander Schneider

Alexander Schneider

Redakteur

Immer auf der Suche nach spannenden Geschichten und Themen, die sich gut erzählen lassen. Davon gibt es im Unternehmen reichlich. Lebt als Zugezogener sehr gerne in Köln, liebt die Stadt ebenso wie sein Fahrrad – mit dem er auch täglich zur Arbeit fährt.

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