Tja, ich vermute mal, dass viele unserer Leser und Leserinnen, wenn sie diesen Artikel sehen, von Kontaktsperren oder sogar Quarantäne betroffen sind und aus dem Homeoffice arbeiten. Wir haben bereits gelernt, dass Routine in der Isolation wichtig ist. Ich persönlich brauche jeden Tag einen Moment, in dem ich mich vom aktuellen Zustand der Welt ablenken kann – zumindest für ein paar Minuten. Ich habe deshalb angefangen, jeden Tag etwas Neues zu lernen, etwas zu tun, was ich noch nie zuvor ausprobiert habe.

Tipps für kreative Auszeit

Natürlich ist die aktuelle Situation für manche Menschen überwältigend – und Isolation ist kein Anlass zur Selbstoptimierung. Wenn Sie schon der Gedanke an eine To-do-Liste überfordert, atmen Sie tief durch und schließen Sie diesen Tab Ihres Browsers! Sollten Sie jedoch Lust haben, sich ein paar Ideen zu holen, was man alles zu Hause machen kann, dann geht es los! Sollten Sie allein wohnen, können Sie vieles davon auch mit Freund*innen oder Familienmitgliedern tun und sich die Ergebnisse gegenseitig zuschicken – mit einer Messaging-App Ihres Vertrauens.

 

  • Schreiben Sie ein Haiku oder einen Limerick.
  • Benutzen Sie doch mal die Kosmetikpröbchen, die Sie in Ihrem Badezimmer haben.
  • Lernen Sie einen Tanz von Instagram oder YouTube, zum Beispiel die fabelhaften Videos von Sara Karrit, oder vielleicht einen klassischen japanischen Tanz wie Tokyo Ondo.
  • Schauen Sie auf Facebook nach, welche Freundinnen und Freunde Geburtstag haben, und überraschen Sie sie mit einer Geburtstagskarte!
    Lernen Sie, wie man sich in 21 verschiedenen Sprachen begrüßt (hier ist eine Liste).
  • Erstellen Sie eine iTunes-Liste „Die besten Lieder zum Tanzen” und machen Sie mal eine Tanzpause.
  • Schreiben Sie LinkedIn-Empfehlungen für die Kolleginnen und Kollegen, die Sie derzeit am meisten vermissen.
    Lernen Sie ein paar Seemannsknoten.
  • Schreiben Sie einen Brief an sich selbst, den Sie dann in einem Jahr wieder öffnen.
  • Oder, wenn Sie es nicht so mit Worten haben, erstellen Sie eine Collage mit Fotos und Schlagzeilen aus der heutigen Zeitung – stecken Sie die Collage in einen Umschlag, den Sie dann in einem Jahr öffnen.
  • Erinnern Sie sich an die Erste-Hilfe-Ausbildung, die Sie vor langer langer Zeit gemacht haben? Beherrschen Sie noch die stabile Seitenlage?
  • Wenn Sie lange Haare haben, probieren Sie doch mal eine neue Frisur, zum Beispiel Waterfall Braids!
  • Lernen Sie ein Origami-Tier, wie einen Fuchs oder einen Goldfisch.
  • Machen Sie ein Selfie bei sich zu Hause, das so aussieht, als wären Sie im Urlaub.
  • Wenn Sie es noch nicht wissen, lernen Sie, wie man in Excel Macros erstellt.
  • Gibt es einen Briefkasten in Ihrer Nähe? Schreiben Sie doch eine Postkarte an Ihren Neffen, Ihre Nichte oder an die Kinder Ihrer Freunde.
  • Ist gerade Erdbeersaison? Pflücken Sie doch mal zu Hause Erdbeeren!
  • Rufen Sie einen Verwandten oder eine Freundin an, der/die allein lebt, und essen Sie mit ihm oder ihr zusammen zu Abend – über Skype.
  • Probieren Sie eines der vielen Videos über Taichi für Anfänger auf YouTube aus!
  • Schauen Sie sich mal einen Film an, den alle Ihre Freund*innen zum Kultfilm erklärt haben und den Sie noch nie gesehen haben (zum Zeitpunkt des Schreibens habe ich zum Beispiel „Die Braut des Prinzen” noch nie gesehen, einen Film, den viele aus dem englischsprachigen Raum sehr mögen).
  • Spielen Sie per Skype ein Brettspiel mit einer anderen Person (Scrabble, Schiffe versenken und Stadt, Land, Fluss funktionieren überraschend gut).
  • Schreiben Sie einen Brief an jemanden, der Ihr Leben beeinflusst hat.
  • Wenn Sie schon beim Aufräumen sind, lernen Sie doch mal, wie man ein Spannbetttuch richtig schön faltet.
  • Wenden Sie sich an Kolleginnen oder Kollegen in einem anderen Land, die auch im Homeoffice sitzen, und fragen Sie, wie es ihnen geht.
  • Schicken Sie ein Geheimnis an PostSecret!
  • Tun Sie etwas, was Sie als Kind gerne getan haben. Alte Fernsehsendungen zum Beispiel gibt es auf Netflix oder Amazon Prime, und eine Tüte Chips gibt es sicherlich auch noch irgendwo.
  • Wenn Karaoke in Ihrem Bekanntenkreis beliebt ist, haben Sie jetzt die Chance, ein Lied zu lernen, das alle beeindrucken wird.
  • Karaoke klingt gut? Versuchen Sie sich doch einmal an einer Opernarie.
  • Starten Sie ein Powerpoint Karaoke – halten Sie eine unbekannte Powerpoint-Präsentation ohne Vorbereitung einfach vor der Familie oder Mitbewohner*innen, die auch nicht aus dem Haus dürfen. Auf pechakucha.com gibt es viele Präsentationen, die Sie nutzen können.
  • Da alle Masken tragen, können Sie durch tolles Augen-Makeup beeindrucken. Lernen Sie, wie man einen Eyeliner richtig benutzt (oder bringen Sie es jemandem bei – ja, das könnte auch Ihr Vater sein).
  • Versuchen Sie shakyō! Shakyō, das Kopieren von Sutras per Hand, ist im japanischen Buddhismus sehr beliebt und kann ohne jegliche Kenntnisse des Chinesischen oder Japanischen durchgeführt werden. Es ist eine sehr beruhigende Sache: einfach die Hannya Shinkyo ausdrucken und die Buchstaben nachzeichnen!
  • Zeichnen Sie ein Amabie. Ein Amabie ist ein Fabelwesen, das um das Jahr 1800 vor der Küste von Kumamoto, Japan, erschien und den Menschen dort erzählte: „Während einer Epidemie solltet ihr ein Bild von mir zeichnen und allen zeigen.” Deshalb zeichnen viele japanische Designer*innen, Künstler*innen und Comiczeichner*innen gerade Amabie und zeigen sie allen, indem sie die Bilder auf ihre Instagram- und Twitter-Accounts hochladen.
  • Wenn Sie dürfen, spenden Sie Blut (ich darf leider nicht).
  • Stellen Sie sich mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn auf den Balkon und klatschen Sie für medizinisches Personal weltweit.
  • Schreiben Sie eine Liste der Dinge, die Sie tun wollen, wenn wir das alles überstanden haben.

Mehr Ideen

Und natürlich sind Sie herzlich eingeladen, Ihre eigenen Ideen hinzuzufügen!

Autorin des Beitrags

Sarah Stark

Sarah Stark

Industrie Service

Sarah Stark, TÜV Rheinland Japan, Industrie Service. Sie ist schon so lange in Japan, dass sie erstmal die Jahre zählen muss, wenn jemand sie danach fragt. Den größten Teil der Zeit verbrachte sie bei TÜV Rheinland Japan. Sie nutzt ihre vielen Sprachen, um Inspektionen rund um den Erdball zu organisieren. Nach der Arbeit fährt sie in vollen Zügen nach Hause, um dann an ihrer Doktorarbeit zu arbeiten – insgesamt verbringt sie also viel zu viel Zeit damit, auf Computerbildschirme zu starren. Dampf lässt sie ab, indem sie sich Comedy-Shows und Filme anschaut.

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