Dass ein Kind anfängt sich fortzubewegen, kommt für die meisten Eltern so überraschend wie Weihnachten am Jahresende. So auch für uns: Überrumpelt vom Bewegungsdrang unseres Juniors mussten mein Mann und ich im vergangenen Herbst zügig Maßnahmen ergreifen und die Wohnung vor dem Kind sichern (oder andersrum :-). Wir haben uns bewusst gegen einen Laufstall entschieden, wollten das Kind sich lieber frei bewegen lassen und selber näher am Geschehen sein, um aufzupassen und die Zeit bewusster zu erleben. Und dann kam der Dezember, die Treppen waren abgesperrt, die Steckdosen gesichert, keine Blumenvase mehr weit und breit – aber ein Weihnachten ohne Baum und Kranz ist für uns kein Weihnachten.

„Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…“

Am ersten Advent stand also selbstverständlich ein Adventskranz mit echten Kerzen auf dem Tisch – dem Tisch ohne Tischdecke, den Kompromiss mussten wir eingehen. Das Feuerzeug bewahrten wir sicher auf, mehr Gedanken machten wir uns dazu nicht. Wir nicht, aber andere Eltern. „Richtige Kerzen? Und wenn Ihr vergesst, die auszupusten? Man ist doch immer so in Eile mit Kind.“ Okay, das Risiko gingen wir ein und vertrauten uns selber einfach mal. Eine zusätzliche LED-Kerze mit Wackellicht gab es trotzdem, das sieht richtig schön aus in einem Glas, das nur das flackernde Licht zeigt, nicht aber das Ding selber. So ein LED-Licht kann unbehütet den ganzen Tag vor sich hin flackern und tut es auch in diesem Jahr wieder – klare Kaufempfehlung. Aber keine Alternative für unseren Kranz.

„Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen …“

Und da kommen wir zurück zum Laufgitter, das wir ja nicht haben. Wussten Sie, dass Eltern Weihnachtsbäume in Laufgitter stellen, um diese vor den Kindern zu schützen? Ganz ehrlich: Dann verzichten wir doch lieber auf den heißgeliebten Weihnachtsbaum. Aber klar, auch wir haben recherchiert und andere Eltern gefragt, was man so macht, um zu verhindern, dass der Baum auf dem Kind landet. Erhöhter Tisch, festbinden – es gibt viele Ideen. Und dann kam plötzlich der 23. Dezember, und wir stellten den Baum einfach ins Wohnzimmer – direkt auf den Boden, ohne Band und Gitter, gesichert allein durch den Christbaumständer. Und ja, das war ein wunderschöner Baum! Fand natürlich auch unser Sohn, der inzwischen schon stehen konnte, sich dabei aber gerne noch festhielt.

Wir haben ihn auch hier entdecken lassen, aber immer so, dass er nicht in eine ernsthafte Gefahrensituation geriet. Natürlich hatten wir keine echten Kerzen am Baum, sondern eine Lichterkette mit GS-Zeichen 🙂 , und die Glaskugeln hingen nicht am untersten Zweig. So hat es bei uns funktioniert, und so ist es auch für dieses Jahr geplant.

„…dann steht das Christkind vor der Tür“

Der Höhepunkt der Weihnachtszeit: die Bescherung. Auch hier gibt es die wildesten Fantasien von Eltern – ob Geschenkbänder, die strangulieren oder Geschenktüten über dem Kopf. Bei all diesen Risiken setzen wir erneut auf Vertrauen, sind uns dieser Gefahren bewusst. Wo wir aber wirklich jegliche Gefahren ausschließen möchten: beim Spielzeug. Schadstofffrei, kindgerecht und sicher muss es sein. Wie es bei einem Spielzeug darum steht, können wir selbst kaum beurteilen. Deshalb fängt beim Spielzeugkauf das Vertrauen auf das Prüfzeichen an.

Tipps für den Spielzeugkauf für Kinder finden Sie im Video:

YouTube

By loading the video, you agree to YouTube's privacy policy.
Learn more

Load video

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.
Inzwischen ist unser Sohn zwei Jahre alt und liebt es Kerzen auszupusten, also richtige Kerzen. Darf er auch. Wir scheuen uns allerdings davor, das den anderen Eltern zu erzählen – und so von Risiken zu erfahren, an die wir im Traum nicht gedacht hätten. Wir haben unseren Weg gefunden. Und so haben wohl alle Eltern ihr eigenes Maß an Sicherheit, bei dem sie sich wohl und sicher fühlen, sonst bringen der schönste Kranz und der größte Baum nichts. In diesem Sinne: Lassen Sie uns froh und munter sein. Ein schönes und sicheres Weihnachtsfest für Sie und Ihre Familie!

Autorin des Beitrags

Jennifer Kriesten

Jennifer Kriesten

Communication Manager

Jennifer Kriesten ist Communication Manager im Newsroom von TÜV Rheinland. Jahrelang hat sie interne Veranstaltungen organisiert und durfte dadurch sehr viele Kolleginnen und Kollegen weltweit kennenlernen. Frisch zurück aus der Elternzeit beschäftigt sie sich wieder mit der internen Vernetzung, dieses Mal aber eher technisch. Jennifer ist kreativ, behält dabei aber gerne den Überblick. Acht Jahre Rheinland und trotzdem kann sie die ganzen Karnevalslieder nicht, könnte sich aber die schönsten Kostüme nähen – denn Nähen ist Ihre Leidenschaft. Als gebürtige Niedersächsin liebt sie das Meer und buddelt gerne mit ihrem Sohn im Sand.

Meist gelesene Beiträge

Ladeinfrastruktur

Elektromobilität – Ladeinfrastruktur auf dem Vormarsch

Das neue Jahrzehnt steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes – und zu den großen Herausforderungen zählt eine klimaschonende (Elektro-)Mobilität. Eine wichtige Etappe ist das neue Emissionsziel der EU.
Stellenanzeigen

Sexy Titel, keine Bewerber? Stellenanzeigen auf dem Prüfstand

War for Talents, Fachkräftemangel, demografischer Wandel – alles bekannte und beliebte Themen im Buzzword-Bingo unter Personalfachleuten. Der Arbeitsmarkt wird für Unternehmen schwieriger.
Digitale Trends

Digitale Trends 2020: Denkanstöße für mehr Sicherheit

Cybersecurity Trends 2020: Was bedroht unsere digitale Gesellschaft – und wie können wir uns davor schützen? TÜV Rheinland benennt sieben Trends zu aktuellen Cyberbedrohungen.

Kommentare

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter

Niemand mag Pop Ups. Aber Sie werden unseren Newsletter mögen

Erhalten Sie regelmäßig Blogartikel zu den Themen Digitalisierung, Modernes Leben, Energie und Technik.